6 weeks in Australia, January 2015

By Sarina|Januar 20, 2015|Australia|0 comments

Am Anfang waren Perth und ich nicht im Reinen. Ich konnte Perth nicht mehr so genießen, wie ich es vor 4-3 Jahren getan hatte. Die Magie war verschwunden. Es war nicht mehr, wie es war.

Woran lag das nur? Lag es daran, dass wir gerade 4 Monate Marathon-Reisen hinter uns hatten und uns erstmal gedulden mussten, zur Ruhe zu kommen? Daran, dass Australien uns zum Thema „Arbeit“ vorerst den Rücken kehrte? Vielleicht einfach zu große Happen, die verdaut werden mussten.

Arbeitslosigkeit und Heimatlosigkeit lösen wohl eine hohe Unzufriedenheit mit sich selbst aus.

In den letzten Tagen habe ich mich jedoch wieder neu in dieses Land, in diesen Kontinent verliebt. Nach vielen Essen mit Bekannten, Bootsfahrten und gefüllten Stunden lachte mein Herz wieder richtig, als ich mit Heiko bei Aenne und ihrer Familie war. Ihre Familie mütterlicherseits stammt von den Cook-Inseln und väterlicherseits aus Niederlande. Ihre Brüder und sie selbst sind in Neuseeland geboren, deshalb sind sie für mich: die Kiwis. Sie strahlten bei dem gemeinsamen Essen so eine Leichtigkeit und Freude bei allem aus, dass man einfach mit lachen musste. So viel Liebe, Vertrauen & Menschlichkeit untereinander, so schön. Der nächste Tag gestaltete sich mit Aenne, ihrem 4 jährigem Sohn Tengaru und ihrem Freund Matt im Whiteman Park, in dem wir die volle Ladung australische Flora und Fauna inhalierten: Wombats, Kangaroos, Wallabis, Koalas, Schlangen, Opossums, etc. Der Tag endete auf mich angepasst mit einem Wildcats Basketball Spiel in der Perth Arena.

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Der Tag startete vor allem sehr gut – Heiko hatte einen Termin mit einem aus der Technik-IT Branche, der sich sehr offen zeigte und uns noch mal unterstrich: Heiko hat super Referenzen und Erfahrungen, nur sein Englisch muss verbessert werden. Also Rob, wir sprechen uns dann nochmal in einem Jahr wieder!

Road Trip down south – Margaret River

Der eigentliche Grund, warum mich Westaustralien wieder in seinen Bann gezogen hat, war der Road- & Campingtrip mit Heiko in den Süden von Perth in dieser Woche. Trotz bitteren Zähnezusammenbeißens ein teures Mietauto leihen zu müssen, hatten wir einfach einen wunderbaren Trip. Raus aus der Stadt und morgens in der Natur aufwachen, ohne streitende und selbst-fixierte Kinder um sich herum(meine alten Gastkinder). Heiko ergab sich selbstsicher dem Linksverkehr und den australischen Stränden mit BBQ’s. Er lernte auch das Boogie Boarding („Sarina, was ist eigentlich Boogie Boarding? – „Geh ins Wasser und schau den Kids zu“ – „Ich würde viel lieber surfen wollen“- „maaaan, Heiko geh ins Wasser“). Smith Beach hatte großartige Wellen und das erste Mal in meinem Leben wurde ich in der brechenden Welle richtig durchgeschleudert und hab mir hierbei meine linke Schulter gezerrt, Heiko hat n Brett vor’m Kopp bekommen, hatte aber Spaß:) Mir wurde das Ganze dann doch zu mächtig und unberechenbar.

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Unser Weg führte uns nach Augusta, an diesem Punkt steht ein Lighthouse und hier treffen der Indian Ocean und der South Ocean zusammen. Normalerweise ergibt das ein wunderbares Bild, auf dem die Wellen aus verschiedenen Richtungen gegeneinander prellen, aber nicht an diesem Tag, die Winde waren zu lau.

Eine Runde Weinprobe machte ich natürlich auch mit, das lässt sich ja nicht vermeiden, wenn man in Margaret River ist, einem der größten und besten Weinanbauten. Ein paar neue UGG Boots habe ich auch direkt aus einem Schafsshop erstanden. Schafspelz aus Australien und made in Australia. Yeah.

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Campen ist etwas großartiges, ich bin ein großer Fan davon. Ich kann mich noch an letztes Jahr erinnern, als wir mit unseren Brüdern campen gegangen sind. Toll! Endlich mal eine Ausrede stundenlang gemeinsam das Essen vorzubereiten und stundenlang am Beach zu sein. Ich kann es kaum erwarten, bis wir unsere eigene Ausrüstung haben mit allem Drum und Dran! Aber erstmal müssen wir nach wie vor ein zuhause finden!

Yallingup sunset. Just sat down for a moment and took a deep breath.. The smell of the hot stones mixed with the brise of the ocean, the sound of the waves knocking on the rocks.. The flowers which lose their colours when the light of the sun is gone.

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Zukünftiger Plan:

In den nächsten Jahren in Australien leben und arbeiten. Hier erstmal die Hürden des Englischs, Qualifikationsanerkennung und Arbeitgebersuche überwinden. Das soll im nächsten Jahr in Kanada stattfinden, wenn wir hier erstmal ein limitiertes Kanada Work & Travel Visum erhalten, deren Anmeldung erstmal freigegeben werden muss + 6 Wochen Bearbeitungszeit. Berlin hat uns dann erstmal für ein paar Monate wieder. Wer weiß, what comes next? :)

Everything is okay in the end. If it is not okay, it is not the end!

Eine blöde Situation ist nur ein Zwischenschritt, und am Ende ist alles gut.

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